Die Oide Wiesn 2024 – vom Münchner Oktoberfest nicht mehr wegzudenken

Im Jahr 2010 war es soweit: Zum 200. Mal Wiesn. Und seitdem können Besucher die „Historische Wiesn“ bewundern. In Erinnerung an die glorreiche Geschichte des größten Volksfests der Welt konnte erstmals wie früher, in der guten alten Zeit, auf der Theresienwiese gefeiert werden. Aufgrund der großen Begeisterung des Publikums und der hohen Besucherzahlen entschieden sich die Veranstalter im Nachhinein 2011 die „Oide Wiesn“ als festen Teil des Oktoberfests aufzunehmen. Die „Oide Wiesn“ findet jetzt jedes Jahr statt. Ausnahme sind die Oktoberfestjahre, in denen das „Zentrale Landwirtschaftsfest“ auf der Theresienwiese gastiert. Alle 4 Jahre muss die „Oide Wiesn“ der Land- und Forstwirtschaftsveranstaltung Platz machen. 2024 hätte das „ZLF“ wieder stattfinden sollen. Allerdings wurde das „ZLF“ vom Bayerischen Bauernverband offiziell abgesagt. Deshalb gibt es auch 2024 wieder die „Oide Wiesn“.

Die „Oidn Wiesn“ auf einen Blick

Öffnungszeiten:
Beginn/Einlass: 10 Uhr
Kassenschließung/letzter Einlass: 21 Uhr
Ausschank- und Musikende: 22:30 Uhr
Betriebszeiten der Fahrgeschäfte: 10 – 23:30 Uhr
Veranstaltungsende/Betriebsende: 24:00 Uhr

Eintritt/Fahrpreise 2024:
Eintritt auf das Gelände: 4 Euro pro Person. Ab 21:00 Uhr ist der Eintritt kostenlos. Karussellfahrten kosten 1,50 Euro. Mit dem Einlassbändchen kann man nach einem Bummel über die Wiesn immer wieder zurück auf das Gelände der „Oidn Wiesn“.
Freien Eintritt gibt es für Kinder bis 14 Jahre und für Schwerbehinderte ab 50 Prozent mit gültigem Schwerbehindertenausweises sowie bei Vorlage eines Schwerbehindertenausweis mit Sichtvermerk B auch Begleitperson frei.

Die „Oide Wiesn“ – ein historisches Familienfest für Groß und Klein

Die „Oide Wiesn“ hat so einiges zu bieten. Wer eine Zeitreise mit Freunden und Familie erleben möchte, ist hier genau richtig.

Einen groben Überblick, was ihr so erleben könnt, geben wir euch hier:

Zelte:

  • Musikantenzelt
  • Festzelt Tradition
  • Museumszelt
  • Volkssängerzelt Schützenlisl ®

Imbiss:

  • Wurstbratereien
  • Eis und Süßwaren
  • Mandelstand

Fahrgeschäfte:

  • 
Velodrom
  • Hängekarussell
  • Kettenflieger
  • Schiffschaukel
  • Nostalgiekarussell
  • Kasperltheater

Sonstiges:

  • Wurfbude „Runter mit dem Zylinder“
  • „Hau den Lukas“
  • Schieß- und Wurfbuden

Vier Zelte – eine Oide Wiesn.

Bayerisches Brauchtum und einmalige Volksfeststimmung in den traditionellen Zelten des Oktoberfestes.

In den vier zelten der „Oidn Wiesn“, dem Festzelt „Tradition“, dem Volkssängerzelt Schützenlisl® und dem 2024 erstmals vertretenen Musikantenzelt „Die Boandlkramerei“, kann man die Münchner Gastfreundlichkeit richtig kennen lernen. Hier geht es vor allem um Volkfestkultur nach urbayerischer Art. Die Besucher erwarten bayerische Live-Musik, kulinarische Schmankerl und ein gepflegtes Miteinander, wie es für das Oktoberfest einzigartig ist.

Festzelt – Tradition

Das Festzelt „Tradition“ bietet ein vielseitiges Trachtenprogramm mit regionalen und überregionalen Trachten- und Brauchtumsgruppen sowie traditionellen Musikkapellen. Besonders ist, dass das Festzelt den traditionellen Bierzelten des letzten Jahrhunderts nachempfunden ist und dadurch einen besonderen Charme versprüht. Nostalgische Gefühle sind hier somit ausdrücklich erwünscht. Den Wiesn-Gängern wird das Augustiner-Festbier aus dem Holzfass gezapft und im typischen Keferloher serviert. Da schmeckt das Wiesnbier doch gleich doppelt gut.

Die beiden Tanzböden im Zelt und im Außenbereich lassen die Herzen von Trachten- und Tanzliebhabern hochschlagen. Gebirgs-, Volks-und Bürgertrachtler, Schuhplattler, Tänzer und Goaßlschnalzer zeigen hier abwechselnd ihr Können. Bei schönem Wetter finden diverse Auftritte im Biergarten statt, unterm weiß-blauen Münchner Himmel. Wer selbst einmal das Tanzbein schwingen möchte kann das ebenso. An mehreren Abenden laden Tanzleiter die Gäste zum Mittanzen ein.

Brauerei: Augustiner Bräu
Öffnungszeiten: 
von 10 bis 23:30 Uhr
Eintritt: frei
Sitzplätze indoor: 5.000
Sitzplätze outdoor: 3.000

Volkssängerzelt – Schützenlisl®

Seit 2022 gibt es auf der Oidn Wiesn das Volkssängerzelt Schützenlisl® der Wirtsfamilie Stiftl. Dort wird die Tradition berühmter Volkssänger wie Weiß Ferdl, Bally Prell und Georg Blädel gepflegt. Traudi Siferlinger, BR-Moderatorin und Expertin für Wirtshausmusik, hat ein hochwertiges Musikprogramm zusammengestellt, bei dem Mitsingen erwünscht ist. Auf der Speisekarte stehen Spezialitäten aus der eigenen Metzgerei, Fairtrade-Produkte sowie vegetarische und vegane Gerichte, die alle regionale Produkte mit dem Bayerischen Bio-Siegel oder dem „Geprüfte Qualität Bayern“-Siegel sind. Ausgeschenkt werden Augustiner-Bier aus dem Holzfass in Steinkrügen und Weißbier von Hacker Pschorr. Das Festzelt Schützenlisl® wurde als Münchener Ökoprofit-Betrieb und als klimaneutrales Festzelt ausgezeichnet.

Brauerei: Augustiner Bräu
Öffnungszeiten: 
von 10 bis 23:30 Uhr
Eintritt: frei
Sitzplätze indoor: 1.384
Sitzplätze outdoor: 400

Das Musikantenzelt – Die Boandlkramerei

Dieses Jahr wird auf der Oidn Wiesn ein neues Musikantenzelt namens Boandlkramerei eröffnet. Die Wirtsfamilie Peter und Petra Schöniger, bekannt durch die Festhalle Bayernland auf dem Münchner Frühlingsfest, bringt 33 Jahre Volksfesterfahrung mit und betreibt seit 1992 einen Würstelstand auf der Wiesn. Die Küche des Zelts bietet traditionelle bayerische Gerichte wie Hühnerklein, Entenschlegel und Haxnknochen. Das Zelt, das an ein altes Wirtshaus erinnert, bietet Platz für 2.844 Gäste und ermöglicht durch erhöhte Boxen einen guten Blick auf die Bühne. Ausgeschenkt wird Wiesnbier vom Augustiner Bräu. Der Name Boandlkramer, eine bayerische Bezeichnung für den Tod, spiegelt den humorvollen Charakter der Bayern wider, inspiriert von Franz von Kobells „Die Gschicht von Brandner Kasper“ von 1871. Unter der künstlerischen Leitung von Windfried Frey treten bekannte und neue, talentierte Volksmusikgruppen auf.

Brauerei: Augustiner Bräu
Öffnungszeiten: 
von 10 bis 23:30 Uhr
Eintritt: frei
Sitzplätze indoor: 1.748
Sitzplätze outdoor: 1.096

Museumszelt

Im Museumszelt der „Historischen Gesellschaft Bayerischer Schausteller e.V.“ wird die Geschichte des Oktoberfestes lebendig. Exponate der „Münchner Schausteller-Stiftung“, die im Münchner Stadtmuseum aufbewahrt werden, laden zu einer Reise in die Vergangenheit ein. Zu sehen sind unter anderem das Münchner Springpferdekarussell von 1945, ein Nachbau des Velodroms und ein Wohnwagen der Firma Stork von 1952/53, der lange als Büro der Oktoberfestpressestelle genutzt wurde. Jedes Jahr gibt es eine Sonderausstellung.

Kinder amüsieren sich im Museumszelt bei einem bunten Programm von 11 bis 15 Uhr. Montags bis freitags können sie sich schminken lassen und einen Luftballonkünstler bestaunen. Der Förderverein für Bairische Sprache und Dialekte e.V. bringt während der ganzen Woche den Dialekt näher, Drehorgelspieler erklären die Technik und Kunst der Orgeln, ein Hochradfahrer erzählt aus der Geschichte des Fahrrads und erläutert dessen Konstruktion. Die Betreiber des Bulldog Rondell präsentieren ihre historischen Fahrzeuge und im Velodrom können Kinder auf verrückten Fahrrädern Runden drehen. Schulklassen sind herzlich willkommen. Ein Suchspiel auf der Oidn Wiesn vermittelt Wissen über die Geschichte der Schaustellerei. Erfolgreiche Teilnehmer erhalten das Wiesn-Diplom und einen kleinen Preis.

Öffnungszeiten: 
von 10 bis 23:30 Uhr
Eintritt: frei